Dienstag, 3. März 2009

Aberglaube::::Neue Blogreihe::::Aberglaube

Heute: Glück soll man nicht beschreien




Wer zu oft von seinem zukünftigen Glück spricht, bringt die bösen Geister in Fahrt. Wie wir wissen, liegen die nämlich den lieben langen Tag auf der Lauer, um einen Tipp aufzuschnappen über geplante freudige Ereignisse, gute Launen oder Geschäftsabschlüsse, um das dann gründlich zu vermiesen.
Egal, was im Voraus gelobt wird, seien es die guten Eigenschaften eines Menschen, seine Gesundheit oder seine Erfolge und Leistungen - die dunklen Pläne der bösen Mächte kippen noch vor dem Eintreffen alles ins Gegenteil um, wenn nicht die Formel "Beschrei es nicht!" schnell gesprochen wird.
Auch "unberufen, toi toi toi" oder auf Holz klopfen soll alles wieder ins Lot bringen.
Für diejenigen, die nicht den rechten Spruch an der rechten Stelle parat hatten, gibt es ein Rezept: In ein Wasserglas neun Brotstückchen und neun Kohlestückchen geben, an vier Zimmerecken aus dem Glas trinken und den Rest auf die Türangeln gießen.
Auch das Verschlicken von Kehricht soll helfen - spätere Übelkeit nicht ausgeschlossen. Wem das zu kompliziert ist, der greife auf das simple Daumendrücken zurück.

Sammüller Kreativ GmbH

Torpedo



Aller Kritik nach zu urteilen, kommt da ein ganz großer kleiner Film auf uns zu! Torpedo läuft in Berlin im Lichtblick, Central und Moviemento ab dem 5.März.

"Das Debüt der erst sechzehnjährigen Helene Hegemann erzählt mit beeindruckender Unbeirrbarkeit im Niemandsland zwischen Genie und Wahn, mit viel Tempo und getreu dem bekannten Godard-Ausspruch, ein Film müsse einen Anfang, eine Mitte und ein Ende haben, wenn auch nicht unbedingt in dieser Reihenfolge."
(FAZ, 28.10.2008, anlässlich der 42. Internationalen Hofer Filmtage, Rüdiger Suchsland)

"Mit TORPEDO ist bei den Hofer Filmtagen 2009 ein Film aufgetaucht, der uns wirklich überrascht hat. Der Film ist nämlich in jeder Beziehung anders, und das scheinbar aus dem Bauch heraus, ohne Filmschule und Dramaturgen.Was diesen Film ausmacht ist seine ungewöhnliche Perspektive, endlich gibt es wirklich einen Film aus der Sicht einer Jugendlichen. Damit meine ich keine Kameraperspektive, sondern eine Haltung und ein entlarvender Blick auf die Erwachsenen. Hier ist nichts glatt gebügelt, auf schön getrimmt oder erklärt. Film pur, laut und unsauber, ein Glücksfall. Nach kurzen 40 Minuten, eine unüblichere Länge kann man sich kaum ausdenken, hat man das Gefühl eines kompletten Filmerlebnisses. Das zeigt wie reich und klug der Film auch inhaltlich ist, und wenn man ihn zum zweiten Mal sieht ist er noch besser."

(Frieder Schlaich, Filmgalerie 451)

"Kein Film spürt dem Nachhall, den das Sterben bei den Überlebenden hinterlässt, so witzig, grotesk und tieftraurig nach wie Helene Hegemanns gut 40 Minuten langer Low-Budget-Film „Torpedo", der als bester Beitrag unter den mittellangen Filmen ausgezeichnet wurde."

(FAZ, 02.02.2009, anlässlich des Filmfestivals Max Ophüls Preis, Tilman Spreckelsen )


Na, dann lass mal sehen!